Ab und zu bleibt auch bei uns in der Villa Extra die Küche kalt und wir gehen auswärts essen. Bisher sind wir gerne mal ins Hotel Jetwing Blue gegangen oder ins Jetwing Sea, weil dort der Strand schöner ist. Leider mussten wir feststellen, dass in beiden Häusern mittlerweile der Service ziemlich nachgelassen hat. Bei unserem letzten Besuch im Jetwing Sea wurden wir allerdings auch in Bezug auf das Preis-/Leistungsverhältnis enttäuscht.

Wir hatten einen Salat von Bananenblüten mit Kokos und Limette bestellt, als Vorspeise. Danach ein Gemüse-Briyani und einen Caesarsalat mit Garnelen. Der Bananblütensalat war wirklich interessant und ungewöhnlich, weil man so etwas in Sri Lanka kaum auf der Speisekarte findet. Leider hat der Koch wohl gedacht, wenn schwarzer Pfeffer in Sri lanka so günstig ist, dann darf's ruhig ein bisschen mehr sein. Und somit war das Ganze selbst für mich Pfefferliebhaber einfach zuviel.

Das Gemüse-Briyani war kaum der rede wert, weil es im Gegensatz zum Bananenblütensalat kaum gewürzt war, und das Gemüse eher aus ein paar kleinen Würfeln und Streifen bestand, die eigentlich nur dem Reis als Deko dienten.

Die Krönung im negativen Sinn war der Caesar-Salat, der aus einer kleinen Portion Eisbergsalat bestand, garniert mit 5 gegrillten Garnelen. Dazu gab es ein paar Tropfen eines nahezu geschmacksneutralen Dressings und ein paar Krümel eines undefinierbaren Käses - Parmesan war das jedenfalls nicht.

Kaum hatten wir gegessen, wurde uns - zack - die Rechnung präsentiert. Darf's noch ein Dessert sein oder vielleicht einen Kaffee? Fehlanzeige! Warum auch mehr Umsatz machen wollen? Macht doch nur Arbeit! Und die Rechnung war ja auch so schon hoch genug. Denn in Sri Lanka werden üblicherweise das Bedienungsgeld und die Steuern am Ende noch auf die Rechnung draufgeschlagen. Im Falle Jetwing Sea schlappe 30 Prozent. Für Europäer eher unerwartet. So bekommt man zum Schluß immer noch eine kleine Überraschung.